Infraschall-, Ultraschall-, Infrarot- und Mikrowellen-Technik

Infraschall

Alarmanlage mit Infraschallsensor © Brelag Systems GmbH – Schweiz

Alarmanlagen sind die beste Abschreckung im Objekt- und Personenschutz für potentielle Einbrecher. Eine gut funktionierende Alarmanlage registriert die Gefahr eines Einbruchs und in Verbindung mit Rauchmeldern auch die Gefahr von Feuer und giftigem Rauch.

Wird von der Alarmanlage im Überwachungsbereich eine Gefahr erkannt, dann führt das unmittelbar zur Auslösung eines Alarms. Der Alarm kann über eine Innen- oder Außensirene, über eine Nachricht auf ein Mobiltelefon erfolgen oder er landet als Notruf in die Leitzentrale eines Sicherheitsdienstes.

Für die Erkennung einer Gefahr sind unterschiedliche Sensoren und Melder entwickelt worden. Dazu gehört die Infrarot-, die Ultraschall-, die Infraschall- und die Mikrowellentechnik. Im Folgenden werden sie ohne Anspruch auf Vollständigkeit kurz vorgestellt.

Infraschall – Einbruchschutz mit intelligenter Sicherheitstechnik

Infraschall, das ist die Bezeichnung für Luftschall niedriger Frequenz, der sich unterhalb des menschlichen Hörbereichs in Form von Schallwellen ausbreitet. Physikalisch gelten für den Infraschall die gleichen Gesetze wie für den Ultraschall.

Die Infraschall-Technik detektiert Luftdruckveränderungen. Dabei verhält sich jede zu überwachende Einheit wie eine Druckkammer, bei der durch Öffnen eines Fensters oder einer Tür sich der Luftdruck ändert. Diese Luftdruckänderung wird vom Spezialsensor als Störung erkannt und führt zum Auslösen des Alarms.

Vorteil der Infraschall-Technik: Im privaten Wohnumfeld, in Praxen und kleineren Büroeinheiten reicht ein einziger Sensor für die Überwachung des Objekts aus. Daraus resultiert ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis s. >Magic Watcher – Funk-Alarmanlage<

Ultraschall Bewegungsmelder – Technik durch Schallreflektion

Ultraschallwellen sind Luftschallwellen, die wie die Frequenzen von Infraschall vom menschlichen Gehör auch nicht wahrgenommen werden können. Der Ultraschall liegt jedoch oberhalb des für uns hörbaren Bereichs.

Bewegungsmelder mit Ultraschalltechnik senden Kurzwellen aus und nehmen nach dem Dopplereffekt die Reflektion wieder auf. Tritt eine Veränderung der aufgenommenen Wellen zum gesendeten Signal auf, dann wird der Alarm ausgelöst.

Je näher oder weiter sich eine Person in einem Raum auf den Ultraschall-Bewegungsmelder zubewegt, umso größer fällt die Frequenzänderung aus. Bei der Installation des Melders ist die Bewegungsrichtung eines potentiellen Einbrechers entsprechend zu berücksichtigen.

Bei größeren Räumen ist es unter Umständen nötig mehrere Ultraschallmelder zu positionieren. Abdeckungen, Vorhänge, Regale und andere Gegenstände dürfen die Funktion des Ultraschall-Bewegungsmelders durch Verschattung nicht beeinträchtigen.

Ultraschall-Bewegungsmelder werden u.a. auch im Automobilbereich eingesetzt. Starke Schallquellen z. Bsp. durch Überschall von Flugzeugen, starke Windböen, Gewitterdonner etc. können zum Fehlalarm führen, was man leider immer wieder hört.

Infrarot Bewegungsmelder – Alarmanlagen mit PIR Sensor

Infrarotsensoren sind die am häufigsten eingesetzten Bewegungsmelder in der Alarmanlagentechnik. Die Anzahl der Infrarotmelder hängt von der Größe des zu überwachenden Raumes ab. Die Anordnung der muss so gewählt werden, dass eine Verschattung des zu überwachenden Bereichs ausgeschlossen ist.
Bewegungsmelder basierend auf Infrarottechnik arbeiten passiv, das bedeutet, dass der Melder keine Strahlung aussendet, sondern Infrarot als Strahlung (Wärmestrahlung) empfängt. Daraus resultiert auch die Bezeichnung PIR-Sensor aus dem englischen für „passive infrared“.

Ein Infrarot Sensor reagiert auf Temperaturdifferenzen in der zu überwachenden Umgebung. Beweg sich eine Person auf den Infrarotmelder zu, dann wird zwischen der Umgebungstemperatur und der Körpertemperatur eine Differenz erkannt, verarbeitet und entsprechend ein Alarm ausgelöst. Eine Anpassung bezüglich eines Fehlalarms durch Haustiere etc. muss entsprechend sorgfältig vor Inbetriebnahme der Alarmanlage erfolgen.

Mikrowellen – Radarmelder

Die Mikrowellentechnik bei den Bewegungsmeldern funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Ultraschall-Technik. Im Unterschied zum Ultraschall werden bei Mikrowellenmeldern jedoch elektromagnetische Wellen und nicht Luftschallwellen gesendet. Nach dem Dopplereffekt werden die durch Reflektion wieder aufgenommen Wellen ausgewertet und bei Abweichung wird entsprechend ein Alarm ausgelöst.

Die beste Empfindlichkeit weisen Mikrowellen-Bewegungsmelder dann auf, wenn eine Person direkt auf den Alarmmelder sich zubewegt. Aus dem Grund ist bei der Aufstellung von Meldern in Mikrowellentechnik eine entsprechend günstige Positionierung im zu überwachendem Raum zu wählen. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann es erforderlich sein, dass mehrere Mikrowellen-Melder pro Raumeinheit installiert werden müssen.

Mikrowellen weisen einen Frequenzbereich im Gigahertz-Bereich (GHz) aus. Aus dem DECT und Mobilfunkbereich ist uns allen bekannt, dass diese Wellen auch Wände und Glasscheiben durchdringen können. Entsprechend ist bei der Installation die Einstellung der Empfindlichkeit durch einen Fachunternehmer vorzunehmen, damit die Reichweite der vom Melder gesendeten Mikrowellen nicht benachbarte Bereiche mit detektiert und folglich zu Fehlalarmen führt.

Einbruchschutz – Absicherung mit einer Alarmanlage

Alarmanlagen verhindern einen Einbruch nicht. In erster Linie dienen Sie dem persönlichen Sicherheitsgefühl der Nutzer. Darüber hinaus hat die Alarmanlage für potentielle Einbrecher eine Abschreckende Wirkung: „Achtung! Hier wird es ein Problem geben“.

Im Ernstfall soll die Alarmanlage einen Einbrecher identifizieren und durch ein Signal – akustisch über eine Sirene oder über ein GSM-Modul / Telefonleitung – das Ereignis weiterleiten.

Jeder Meldertyp hat Vor- und Nachteile. Die sicherste Variante besteht aus der Kombination aus Magnetschaltern als Fenster / Türkontakt und zum Beispiel der Infraschall-Technik.

Wenn Sie Fragen zum Einsatz einer Alarmanlage in Ihrem Objekt haben, dann können Sie uns gerne unter der Rufnummer: 05605 700 563 anrufen oder uns eine Nachricht schreiben. Die Kontaktdaten finden Sie oben. Bei uns erhalten Sie kein Pauschalangebot aus dem Prospekt, sondern eine persönliche Beratung vor Ort, denn die Absicherung Ihres Eigentums hat mit Vertrauen.

Wir wünschen Ihnen eine sichere Zeit!

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